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4. Kaliumrhodanid

Stoffe:

Gefahrenhinweise:

Ethanol
Alkoholdämpfe sind leicht entzündlich. Während des Umgangs offenes Feuer und Funkenbildung vermeiden.

Kaliumthiocyanat (Kaliumrhodanid)
Es ist als gesundheitsschädlich eingestuft. Das Salz ist hygroskopisch und zerfließt an der Luft.

Eisen(III)-Chlorid
ist gesundheitsschädlich beim Verschlucken, reizt die Haut und verursacht schwere Augenschäden (Schutzbrille tragen). Der Stoff ist hygroskopisch und ergibt hässliche Flecken in der Kleidung

Weitere Informationen:

Kaliumthiocyanat:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kaliumthiocyanat
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisen%28III%29-chlorid
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenthiocyanat

Bezugsquellen:

Kaliumrhodanid:
Apotheke, Chemikalienhandel (Internet)

Eisen(III)-Chlorid:
https://www.conrad.de/de/search.html?search=eisen+3+chlorid&source=suggest&sc.queryFromSuggest=true oder
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Delectronics&field-keywords=eisen%28III%29-chlorid

Hintergrund

Kaliumthiocyanat ist ein Reagenz, mit dem man Eisen(III)-Ionen nachweist. Der Eisentrithiocyanat-Komplex hat in wässriger Lösung eine blutrote Farbe. Die Idee zum Versuch war es, mit Kaliumthiocyanat in wässriger Lösung (wasserklar), die Schrift anzubringen, abtrocknen zu lassen und dann abschließend mit Eisen(III)-Chloridlösung zu überstreichen oder abzutupfen. Der rote Eisentrithiocyanat-Komplex müsste dann die Schrift erscheinen lassen.

Vorbereitung

Man löst etwa 0,5g Kaliumthiocyanat in 5 cm³ Wasser und schüttelt bis sich alles gelöst hat.

Für einen zweiten Ansatz löst man etwa 0,5g Kaliumthiocyanat in 5 cm³ Ethanol (Brennspiritus) und schüttelt bis sich alles gelöst hat.

In einem weiteren Fläschchen wird die Eisen(III)-Chloridlösung hergestellt. Fertige, käufliche Lösung muss seht stark verdünnt werden bis sie die in der Abbildung gezeigte Konsistenz aufweist. Dafür wurde ein kleineres Kügelchen in 15 cm³ Wasser gelöst.

Durchführung

Wie üblich wird die Schrift mittels Pinsel auf ein oberflächlich strukturiertes, leicht graues Papier aufgebracht. In diesem Fall hat sich auch der Gebrauch einer Schreibfeder aus Stahl als möglich erwiesen.

Nach dem Trocknen wurde mit einem Bausch aus Küchenkrepp überstrichen. Zu meiner Überraschung löste sich aber der entstehende Eisentrithiocyanat-Komplex vom Papier ab und blieb am Küchenkrepp hängen. Die Schrift war nur ganz kurz sichtbar. Daran änderte sich auch nichts, als statt Überstreichen Abtupfen erfolgte. Stets fand die Farbreaktion nicht im Papier sondern im Küchenkrepp statt und die Schrift war sofort wieder unleserlich.

Auch die Idee, das Kaliumthiocyanat statt in Wasser in Ethanol zu lösen, weil diese Lösung besser in das Papier eindringt, war erfolglos, weil sich der gleiche Effekt zeigte - beim Abtupfen haftete der rote Komplex am Tupfer aber nicht am Papier. Also leider Fehlanzeige - für sympathetische Tinte leider nicht zu gebrauchen. Noch nicht getestet wurde das Aufsprühen der Eisenchlorid-Lösung, was aber mit der Enststehung von Sprühnebel einhergeht und eher unterbleiben sollte.

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